Prof. Dr. iur. Jochen Taupitz (Deutscher Ethikrat)

Prof. Dr. iur. Jochen Taupitz (Deutscher Ethikrat) Jahrgang 1953

Beruflicher Werdegang

1973–1978 Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, Freiburg und wieder Göttingen

1981 Promotion

1982 Zweite juristische Staatsprüfung

1988 Habilitation

1988 Universitätsprofessor in Göttingen. Lehrbefugnis für die Fächer Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung

seit 1989/90 Ordinarius für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Mannheim

1996–2002 zudem Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe im Nebenamt

seit 1998 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim

Rufe auf Lehrstühle an den Universitäten Kiel (1993), Bonn (1997) und Heidelberg (2003) sowie auf die Stelle des Direktors des Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung (2003) abgelehnt

 

Ausgewählte Mitgliedschaften

1999 bis 2007 Mitglied des Ausschusses für ethische und medizinisch-juristische Grundsatzfragen der Bundesärztekammer

2000 bis 2006 Mitglied der Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Mitglied des Kollegiums der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler

Mitglied der Ethikkommission für die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg

Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin

Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen in der Bundesrepublik Deutschland

Vorsitzender des Beirats für Grundsatzfragen des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen in der Bundesrepublik Deutschland

Stellvertretender Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer

2001-2008 Mitglied des Nationalen Ethikrates

2008 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages

 

Ausgewählte Publikationen

Die Standesordnungen der freien Berufe. Geschichtliche Entwicklung, Funktionen, Stellung im Rechtssystem; Berlin 1991

Die zivilrechtliche Pflicht zur unaufgeforderten Offenbarung eigenen Fehlverhaltens; Tübingen 1989

Menschliches Blut: verwendbar nach Belieben des Arztes? – Zu den Formen erlaubter Nutzung menschlicher Körpersubstanzen ohne Kenntnis des Betroffenen (gemeinsam mit Michael Schröder); Stuttgart 1991

Europäische Privatrechtsvereinheitlichung heute und morgen; Tübingen 1993

Das Recht im Tod: Freie Verfügbarkeit der Leiche? – Rechtliche und ethische Probleme der Nutzung des Körpers Verstorbener; Dortmund 1996

Arztfehler – unter dem Mantel des Schweigens? Zur Rechtspflicht des Arztes, unaufgefordert eigene Behandlungsfehler zu offenbaren; Dortmund 1998

Das apothekenrechtliche Verbot des “Fremd- und Mehrbesitzes” aus verfassungs- und europarechtlicher Sicht; Heidelberg 1998

Empfehlen sich zivilrechtliche Regelungen zur Absicherung der Patientenautonomie am Ende des Lebens?, Gutachten A zum 63. Deutschen Juristentag Leipzig 2000; München 2000

Genetische Diagnostik und Versicherungsrecht; Karlsruhe 2000

Humangenetische Diagnostik – Wissenschaftliche Grundlagen und gesellschaftliche Konsequenzen (gemeinsam mit Claus R. Bartram/Jan P. Beckmann/Friedrich Breyer/Georg H. Fey/Christa Fonatsch/Bernhard Irrgang/Felix Thiele/Klaus-M. Seel); Berlin 2000

Biomedizinische Forschung zwischen Freiheit und Verantwortung – Der Entwurf eines Zusatzprotokolls über biomedizinische Forschung zum Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin des Europarates; Berlin 2002

Rechtliche Regelung der Embryonenforschung im internationalen Vergleich; Berlin 2003

Gesundheit nach Maß? Eine transdisziplinäre Studie zu den Grundlagen eines dauerhaften Gesundheitssystems (gemeinsam mit Carl Friedrich Gethmann, Wolfgang Gerok, Hanfried Helmchen, Klaus-Dirk Henke, Jürgen Mittelstraß, Eberhard Schmidt-Aßmann, Günter Stock, Felix Thiele); Berlin 2004

Organmangel – Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar? (gemeinsam mit Friedrich Breyer, Wolfgang van den Daele, Margret Engelhard, Gundolf Gubernatis, Hartmut Kliemt, Christian Kopetzki, Hans Jürgen Schlitt), Berlin 2006

Manifest: Die Grundlagen eines dauerhaften Gesundheitssystems (gemeinsam mit Carl Friedrich Gethmann, Wolfgang Gerok, Hanfried Helmchen, Klaus-Dirk Henke, Jürgen Mittelstraß, Eberhard Schmidt-Aßmann, Günter Stock, Felix Thiele), Berlin 2006

Der Einsatz nichtärztlichen Heilpersonals bei der ambulanten Versorgung chronisch kranker Patienten – insbesondere im Rahmen von Disease Management Programmen (gemeinsam mit Andreas Pitz, Katharina Niedziolka), Berlin 2008

 

 

zurück zur Autorenübersicht