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Die Betroffenheit aller

In diesem Artikel geht Michael Groneberg, Privatdozent am Departement für Philosophie an der Universität Fribourg/Schweiz und Lehr- und Forschungsrat an der Universität Lausanne, auf einen weiteren zentralen Aspekt in der Diskussion um die Verbesserung der Situation intersexueller Menschen ein: die sozial zu verantwortende Entscheidungs- und Wissensgewinnung unter Einbezug von Sachverstand und Betroffenheit.

Detailfragen zur Einwilligungsfähigkeit und zur Entwicklung der Geschlechtsidentität benötigen weitere Beratung und Forschung, die unter Einbezug Intersexueller erfolgen sollte (nicht nur über sie – die Kinder –, sondern mit ihnen, den erwachsenen Erfahrungsträgern). Dass der Ethikrat neben Sachverständigen auch betroffene Intersexuelle zu diesem Prozess eingeladen hat, ist notwendig und entspricht dem aktuellen Stand der Wissenschaftstheorie (Stichwort Transdisziplinarität). Wenn Wissen über den Menschen Anwendung finden soll, wie im gegebenen Fall, sind neben dem wissenschaftlichen und praktischen Sachverstand (aus relevanten Gebieten wie Recht, Medizin, Psychologie etc.) die Betroffenen mit einzubeziehen. Außerdem ist die Betroffenheit der Sachverständigen in Rechnung zu stellen. Weiterlesen

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Themenschwerpunkt: Aufklärung & Einwilligung, Lebensqualität

Das Recht auf Freiheit zur Selbstverortung

Dr. Michael Groneberg ist Privatdozent am Departement für Philosophie an der Universität Fribourg/Schweiz und Lehr- und Forschungsrat an der Universität Lausanne. In seinem Artikel beschäftigt er sich mit den Rechten von Kindern und Eltern, über medizinische Eingriffe zu entscheiden. Außerdem erläutert er die drei begrifflichen Komponenten von Geschlecht, wobei er die psychische Geschlechtsidentität für besonders bedeutsam hält.


Dr. Michael Groneberg bei der öffentlichen Anhörung des Deutschen Ethikrates

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Themenschwerpunkt: Lebensqualität, Medizinische Eingriffe, Personenstandsrecht