Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven

Im Forum 2 am Nachmittag der öffentlichen Anhörung zur Situation von Menschen mit Intersexualität wurden die Themen Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven von Menschen mit Intersexualität behandelt. Es sprachen die Experten Dr. iur. Angela Kolbe, PD Dr. phil. Michael Groneberg und Dr. phil Katinka Schweizer sowie die Betroffenen und in Intersexuellenverbänden Engagierten, Ins A Kromminga und Daniela Truffer.

Sie finden hier das Statement von Ins A Kromminga von der Internationalen Vereinigung intergeschlechtlicher Menschen. Ins A Kromminga sprach vor allem über die Ausgrenzung und Diskriminierung von Intersexuellen sowie die Behandlung dieses Themas in Politik und Gesellschaft.

Alle Audiomitschnitte finden Sie hier.

Play

Themenschwerpunkt: Aufklärung & Einwilligung, Integration & Diskriminierung, Lebensqualität, Medizinische Eingriffe

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Weitere Artikel: Gegensätzlichkeit und Vielfältigkeit, Zur Situation von Menschen mit Intersexualität in Deutschland, Um was es wirklich geht, Herzlich Willkommen auf der Internetseite des Online-Diskurses Intersexualität!, Behandlung, Indikation und Einwilligung,

4 Kommentare zu Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven

  1. Ins Kromminga sagt:

    Sehr geehrte Admins,
    ich bevorzuge für mich das Pronomen er_sie oder auch sie_er. Die Schreibweise weist auf die Leerstelle in unserer dichotom gegenderten Sprache hin.
    Mehr zum Gender Gap finden sie hier: wikipedia gender gap (linguistik)

    Siehe auch hierzu diesen Artikel Performing the Gap

    Ich bitte herzlichst um die entsprechende Änderung des Personalpronomens zu meiner Person im obigen Text.
    Danke,
    Ins A Kromminga

    • Redaktion sagt:

      Wir haben den Beitrag abgeändert und würden uns freuen, wenn Sie sich weiterhin am Online-Diskurs beteiligen.

  2. kwhal sagt:

    Schon als Kind fand ich es gut, daß es im deutschen eine geschlechtsneutrale Form bzw. ein drittes Geschlecht gibt, das Neutrum. Einige Beispiele finden sich zum Beispiel in Grimms Märchen:

    Jorinde und Joringel
    (…) Sie waren in den Brauttagen, und sie hatten ihr größtes Vergnügen eins am andern. (…)

    Fundevogel
    (…) Fundevogel und Lenchen hatten sich so lieb, nein so lieb, daß, wenn eins das andere nicht sah, ward es traurig. (…)

    So setzte ich dies auch als Kind und Jugendliches manchmal ein. Schade wenn die Menschen heutzutage kaum noch Märchen (vor)lesen, und ihnen dergleichen nicht mehr geläufig ist, sie mich gar darob schelten. Mitunter fühle ich mich aber auch eher als weder-noch.

  3. Prof. Dr. Konstanze Plett sagt:

    „Der Hochdeutsche braucht das männliche Geschlecht als das vorzüglichere.“ Dieser Satz stammt von dem Sprachforscher und Pädagogen Joachim Heinrich Campe (1746-1818), der damit die Verwendung der sächlichen Sprachform zur Sammelbezeichnung von männlichen und weiblichen Personen (wie in Ihren Beispielen) unterbinden wollte und leider, wie die spätere Entwicklung zeigt, damit erfolgreich war. Wäre Campe nicht erfolgreich gewesen, wäre uns vermutlich die immer noch anhaltende kontroverse Diskussion um Doppelnennung, Binnen-I, Unterstrich oder doch die männliche Form als sogenanntes generisches Maskulinum erspart geblieben – eine Diskussion, die begann, als Frauen sich gegen ihren sprachlichen Ausschluss gewehrt haben.

    Das Zitat von Campe verwende ich schon sehr lange gern im Unterricht, um zu zeigen, dass auch in der Sprache Herrschaftsverhältnisse wirksam sind und dass auch unser heutiger Sprachgebrauch sich wieder ändern kann. Die alte Form ist jedenfalls viel einschließender als die meisten aktuellen Varianten, die sich um eine geschlechtergerechte Sprache bemühen. Deshalb habe ich mich sehr über Ihren Kommentar gefreut und hoffe, dass Sie auch weiterhin die Märchen zitieren und sich nicht schelten lassen.