Es gibt nicht nur die eine Intersexualität

Dr. Paul-Martin Holterhus, Leiter des Bereichs Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Kiel, erläutert die medizinische Definition von Intersexualität, geht auf die verschiedenen Problemebenen der Thematik ein und erklärt, warum man nicht von der einen Intersexualität sprechen kann.

 

Themenschwerpunkt: Aufklärung & Einwilligung, Medizinische Eingriffe

Schlagwörter: , , , ,

Weitere Artikel: Jenseits von Mann und Frau – Anhörung des Deutschen Ethikrates zum Thema Intersexualität, Gegensätzlichkeit und Vielfältigkeit, Eine erste Einschätzung, Herzlich Willkommen auf der Internetseite des Online-Diskurses Intersexualität!, Zur Situation von Menschen mit Intersexualität in Deutschland,

2 Kommentare zu Es gibt nicht nur die eine Intersexualität

  1. Ich bitte darüber nach zu denken, warum gerade hier als erster Link ein Mediziner zu Wort kommt und nicht ein Mensch der sich zum Opfer gemacht sieht. Wenn es dem Ethikrat um einen Dialog mit intersexuellen Menschen geht, dann sollten diese auch in erster Linie gehört werden. Menschenrechte gelten für alle Menschen. Menschenversuche an Kindern sind im Falle intersexueller Kinder keine Heilversuche, sondern dienen allen anderen, jedoch nicht den Kindern. Ich bitte Sie, sich mit der Kinderkonvention und der Behindertenkonvention zu beschäftigen. Wir erwachsenen intersexuellen Menschen waren auch Kinder und sagen : STOPP!

    Das Normieren von Menschen erzeugt Leid, dass nicht mehr abzuwenden ist. Kinder werden hier ZWANGSTRANSSEXUALISIERT, ihre Genitalien und ihr Potenzial zerstört. Wer dies duldet oder fördert stellt sich gegen die Interessen einer ganzen Gruppe von Menschen und gegen ratifiziertes Menschenrecht.

    Statt hier Rechtfertigungen zu finden für die “juristische” schwierige Situation erwarte ich klare Worte und gesetzliche Regelungen des Staates.

    Ethisch kann es nicht zu vertreten sein, dass eine ganze Gruppe von Menschen ausgelöscht ist aus dem Gedächnis eines Volkes. Ethisch und juristisch kann es nicht zu vertreten sein, dass das Persönlichkeitsrecht und die Grundrechtlichen Leitsätze für intersexuelle Menschen nicht gilt.
    Mehrere zehntausend Menschen* wissen noch nicht einmal, was mit ihnen geschehen ist, sie werden auf der Suche sein nach sich selbst. Mediziner wissen das, und unterlassen es diesen Menschen zu helfen, sie lassen zu, dass ihnen der Zugang zu einer menschenwürdigen Versorgung verwehrt wird, sie werden weiter getäuscht. Und wenn befragt man dazu?
    Stellen Sie bitte diese Fragen an den medizinischen Betrieb.

    Die Wahrheit ins Licht!

    * Mitgliedern d. Ethikrates wurden entsprechende Protokolle übergeben.

    • Redaktion sagt:

      Die Redaktion möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das erste veröffentlichte Videointerview das von Diana Hartmann war. Das Videointerview von Paul-Martin Holterhus wurde erst einige Stunden danach veröffentlicht. Es wird ganz oben auf der Startseite des Online-Diskurses dargestellt, da es der aktuellste Beitrag ist. Die Auflistung der Beiträge auf der Startseite erfolgt in umgekehrter Chronologie (der älteste Beitrag steht ganz am Ende der aufgelisteten Beiträge). Wir bitten dies zu berücksichtigen.