Die öffentliche Anhörung zum Nachlesen

Nachdem die öffentliche Anhörung zur Situation von Menschen mit Intersexualität in Deutschland am 8. Juni 2011 via Audioprotokollen von allen Interessierten nachgehört werden konnte, gibt es die Statements der Experten und Betroffenen nun auch Schwarz auf Weiß. Je fünf Minuten hatten die Redner Zeit, um ihre Standpunkte zum Thema auf der öffentlichen Anhörung vorzutragen. Hier finden Sie nun die PDF-Dateien, die noch einmal festhalten, was in den Redebeiträgen vorgebracht wurde.

Forum 1: Medizinische Behandlung, Indikation, Einwilligung
Prof. Dr. phil. Hertha Richter-Appelt, Stellvertretende Direktorin des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf: Hertha Richter-Appelt

Lucie Veith, Erste Vorsitzende von Intersexuelle Menschen e. V.: Lucie Veith

Bianca Claße, Vertreterin der AGS-Elterninitative: Bianca Claße

Julia Marie Kriegler, Vertreterin der Elterngruppe der XY-Frauen: Julia Marie Kriegler

Christiane Völling: Christiane Völling

 

Forum 2: Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven von Menschen mit Intersexualität
Dr. iur. Angela Kolbe, Preisträgerin des Deutschen Studienpreises der Körber-Stiftung: Angela Kolbe

PD Dr. Michael Groneberg, Privatdozent am Institut für Philosophie an der Universität Fribourg/Schweiz: Michael Groneberg

Ins A Kromminga, Internationale Vereinigung intergeschlechtlicher Menschen (IVIM): Ins A Kromminga

Daniela Truffer · Vorsitzende von Zwischengeschlecht.org: Daniela Truffer

Themenschwerpunkt: Allgemein, Aufklärung & Einwilligung, Integration & Diskriminierung, Lebensqualität, Medizinische Eingriffe, Personenstandsrecht, Vernetzung & Hilfe

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Weitere Artikel: Zur Situation von Menschen mit Intersexualität in Deutschland, Behandlung, Indikation und Einwilligung, Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven, Die öffentliche Anhörung zum Nachhören, Das Recht auf Selbstverortung,

9 Kommentare zu Die öffentliche Anhörung zum Nachlesen

  1. zwitter sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren und Zwitter des deutschen Ethikrats,

    in der aktuellen Diskussion zum Thema Intersexualität beim Menschen vermisse ich einige Perspektiven und Situationen von rechtsfähigen, mündigen, erwachsenen, intersexuellen, deutschen Staatsbürgern. So reden Sie und die sogenannten Experten über den Umgang mit Neugeborenen oder sich in der Kindheit befindlichen intersexuellen Menschen lassen dabei aber den Umgang oder wie ich es bezeichne die Verbrechen an erwachsenen intersexuellen deutschen Staatsbürgern außer acht. So ist es oft der Zufall oder die Unumgänglichkeit weshalb erwachsene ( Prof. Dr. Mau spricht von einigen Zehntausend Betroffenen) intersexuelle deutsche Staatsbürger erfahren das sie keine kranken Frauen oder Männer sind, sondern intersexuell. Ich selbst kenne viele Betroffene welche erst mit schwersten Erkrankungen, verursacht durch die Behandlung von Ihrer Besonderheit erfuhren und sich dann erstmals mit der Bewältigung der seit Geburt bestehenden (nicht) Existenzkrise beschäftigen können. Der dann folgende Umgang mit den meisten Ärzten ist nicht so kurz und einfach in Worte zu fassen. Aus meiner belegbaren Krankenakte kann ich es nur als die bandenhafte versuchte Vertuschung von Menschenrechtsverbrechen bezeichnen. So habe ich im Jahre 2010 mit 35 Jahren, nachdem Ärzte vorher über ein Jahrzehnt versucht haben mich chemisch zu kastrieren, erfolgreich einen nachweisbaren Kastrationsversuch der mir nach umfangreicher Schilderung meiner Krankengeschichte als beidseitiger Leistenbruch verkauft werden sollte verhindert. Es ist also mehr als der Versuch von Ärzten, Kinder mit uneindeutigen Genitalen vor Diskriminierungen zu schützen.

    Auf den Seiten von Intersexuellen Menschen e. V.,

    http://www.intersexuelle-menschen.net/IMEVzusatz/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=3&Itemid=4

    und den Schattenberichten

    http://www.intersexuelle-menschen.net/IMEVzusatz/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=4&Itemid=5

    sollten auch Sie die notwendigen Schritte und Empfehlungen an die Bundesregierung ableiten können.

    Zum Schluss kann ich Ihnen noch versichern das alle meine Verwanden und Bekannten den Umgang mit intersexuellen Menschen, nach dem sie von mir erfahren haben was es damit auf sich hat, nicht verstehen und diesen auf das schärfste verurteilen.

    Ich hoffe Ihnen einen weiteren Blickwinkel eröffnet zu haben und freue mich auf Ihre Stellungnahme zu den Verbrechen an intersexuellen Menschen.

  2. MichelReiter sagt:

    Die Perspektiven vermisse ich auch. Es gibt einen Trend, sich für andere auszusprechen, ob als Amt, Institution oder Gruppenführung. Vermutlich eine Ich-Schwäche.

    Am Freitag erfuhr ich, dass der Werbespot The Force, zu dem ich drei Ideen beigetragen habe, in Cannes den Cyber Lions Gold Award gewonnen hat. Das war ein gutes Stück Arbeit, sollte doch dem gängigen Umgang (siehe vor) etwas entgegengesetzt werden und dazu Geld einbringen.

    Das scheinen mir auch die zwei Stränge zu sein: die einen deligieren ihr Wohl an Dritte über Gerichte und Opferstatus (sehr deutsch), die anderen werden kreativ.

  3. Bei nochmaligem Nachlesen ist mir aufgefallen, dass hier die sehr wichtigen Punkte nur unzureichend erwähnt sind. Da diese zu vielen Themenfeldern zugeordnet werden können, wähle ich diesen Platz.

    Kaum erwähnt wird die unzureichende Evidenz der medizinischen Eingriffe an intersexuellen Menschen. Somit sind kann nicht umfassend aufgeklärt werden, und somit werden die Eingriffe nicht zu einem Heileingriff(was wird geheilt?), sondern werden zu Humanversuchen ohne Aufklärung. Weitere Frage sind in diesem Zusammenhang offen :
    Wer genehmigt diese Humanversuche?
    Wer kontrolliert diese Humanversuche? Wer vertritt die staatliche Hoheit über das Verfahren?
    Wo ist hier der Schutz des Kindes?
    Können Eltern in diese Versuche , die keinen Heilcharakter haben, überhaupt einwilligen?
    Und darf ein solches Ansinnen den Eltern überhaupt angetragen werden?
    Wer haftet in einem solchen Falle? Wo verbleiben die Akten zu diesen Humanversuchen?
    Sind diese dem Versuchskind/Versuchsmenschen frei zugänglich? Reichen die Aufbewahrungsfristen aus, um zu gewährleisten, dass “Versuchsmensch” das Recht auf die eigenen Geschichte/Vergangenheit auch nutzen kann wenn er zufällig nach 30 Jahren oder , mehr Jahren sich auf die Reise zu sich selbst macht( weil er nicht aufgeklärt wurde)?

    Wurden die Opfer der uneingewilligten Eingriffe einseitig benachteiligt durch die Herabsetzung der Verjährungsfristen ab 2002? Wem nützen sie? Wem schaden sie? Hat die staatliche Kontrolle hier nicht erneut eine Berufsgruppe unzulässig geschützt?

    Da dieser Diskurs auch im Zusammenhang mit den UN – Verträgen zu sehen ist, verweise ich an dieser Stelle auch auf die ratifizierten Vertrage hin. Die großen Schmerzen, die Pein , die Demütigungen , die Einschüchterungen, das Leid, das hier in staatlichen Kliniken, von einem öffentliche finanziertem Gesundheitssystem gegen eine ganze Gruppe von Menschen ausgeübt werden, geschehen auf unserem Staatsgebiet und fallen somit in die Gerichtsbarkeit. Ist dies aus der Sicht des Ethikrates ethisch vertretbar? Warum werden hier Staatsanwälte nicht tätig?
    Das Recht auf Gesundheit gilt nicht für intersexuelle Menschen?
    Warum kommt eine ganze Gruppe von Menschen nicht in den Genuss des wissenschaftlichen Fortschritts bezüglich der Versorgung erwachsener gonadektomierter Menschen?

    Welche Wirkung hat die Ratifizierung der UN- Behindertenkonvention und die Möglichkeit auf die doppelte Wirkung ( sowohl die BRD als auch die EU sind beigetreten) auf die Rechte von den Menschen, die nach Anerkennung durch die Verfahren nach dem SGB Neuntes Sozialgesetzbuch, sich unter den Schutz der Konvention begeben? Welche Konsequenzen hat dies für den Staat und die Menschen, die in diesem Staatsgebiet leben?
    Wie weit gelten die Rechte aus CEDAW in Verbindungen mit den Allgemeinen Erklärung und in Verbindung mit den anderen Verträgen?

    Warum wird eine ganze Gruppe von Menschen aus geschlechtlichen Gründen aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt?
    Wie weit ist hier von einem gender gerechten Staatshaushalt zu sprechen, wenn der Gruppe kein Zugang zu ihrem “Anteil” gewährt wird.

    Und schließlich ist die öffentliche Beantwortung der Frage immer noch offen:

    Welche Bedeutung und welche Konsequenzen hat das Grundgesetz Art. 1 bis 3 für das Leben intersexueller Menschen.

  4. Welchem Vater, welcher Mutter ist zu zu muten, sich 20 Jahre fragen zu müssen, ob sie alles richtig gemacht haben. Wie sollen sie ihrem Kind jemals unbelastet wieder gegenüber treten, wenn sie sich belastet haben mit Entscheidungen, die sie eigentlich nicht tragen müssen.
    Wie soll ein intersexuelles Kind jemals wieder irgend jemandem vertrauen, wenn es erkennt, dass nicht einmal die geliebtesten Menschen, die eigenen Eltern es nicht geschützt haben.

    Mir sind viele intersexuelle Menschen bekannt, die nie wieder die Leichtigkeit erreichen nach den medizinischen Interventionen. Sich über Jahre in Arbeit werfen, sich bedecken mit Aufgaben, nur um sich nie wieder spüren zu müssen. Und doch wissen, nie gut genug gewesen zu sein. Dabei wäre ein anders würdevolles Leben möglich gewesen: angenommen, begehrt und besonders.
    Die Chance hat jeder Mensch verdient. Selbstbestimmt, unversehrt und aufgeklärt.

  5. Ein weiteres Feld, das hier noch nicht angesprochen ist, sind die Behandlungen an falsch oder schlecht aufgeklärten intersexuellen Menschen, die in einem nicht behandelten Körper, jedoch in einem gesellschaftlichen Zustand einer Isoliertheit innerhalb des Tabus, nicht aufgeklärt, keine Kontakte mit anderen intersexuellen Personen, auch in der Familie tabuisiert(alle wissen von der Besonderheit, alle reden untereinander, der intersexuelle Mensch wird”verschont”. Diese Menschen möchten irgendwann nur “dazu gehören” . Nicht etwa weil sie ihre Körperlichkeit stört, sie darüber Gedanken machen penetrieren zu können oder selbst penetrien zu können, nein sie wünschen sich einfach nur “angenommen” zu werden, weil sie eine innere Ablehnung spüren, mit dem das Tabu behaftet ist..

    Macht sich ein solcher Mensch auf zu einem Arzt und sagt dann: Ich habe seit vielen Jahren das Gefühl, mich in dieser Rolle nicht zu mögen( weil ich so nicht geliebt und angenommen werde), ich möchte so nicht weiterleben , dann bekommen diese Menschen unter Umständen den Rat, sich unter das TSG zu begeben. Es wird auch dahingehend beraten, dass dies viel besser und einfacher sei: man bekäme psychische Betreuung, die Operationsgenehmigung sei ein Klacks ….. Auch hier kommt es zu extremen Falschbehandlungen, weil auch hier mit biologischen Unmöglichkeiten gehandelt wird. Diese Medizinner_innen , die so handeln, wissen was sie tun. Deren Patienten wissen es nicht, sie wollen lediglich dazugehören. Anschliessend durfen sich diese menschen noch nicht einmal beschweren, sie sind ja durch die TSG – Maschine gelaufen, haben es “freiwillig” gemacht. Und doch kommen sie nicht an, werden nicht angenommen, kommen ihrem Traum nicht näher. Einige Menschen beenden dann das Gastspiel in dieser Gutwelt, andere bleiben dort, wo sie immer waren, in der dunklen Höhle, andere finden den Weg heraus zu einer Selbsthilfegruppe, treffen Menschen über Foren.

    Ich begegne diesen Menschen in der Selbsthilfe. Diese Praxis des über den “Weg TSG schicken ” ist noch eine weitere “Abwertung” für den einzelnen Menschen, der doch Aufwertung zu einem “annehmbaren” Menschen wollte.

    Mir sind mehrere solcher Fälle bekannt, die zur OP nach Westdeutschland gefahren sind.
    Nein, sie sind nicht zufrieden und Glücksfabriken sind diese Kliniken auch nicht. Es geht nicht ohne Schutzmechanismen.

    Wir werden in diese Gesellschaft hinein geboren, hier ist unser Platz, mit allen Rechten und Pflichten. Mit dem Ruf nach staatlichem Schutz, nach Einhaltung bestehenden Rechte, sind keine Sonderbehandlungen eingefordert, sondern die garantierten Schutzpflichten gegenüber dem allgemeinen Persönlichkeitsrechten.

  6. Da ist mir ein relevanter Fehler passiert.
    Richtig sollte es heißen:
    Nicht etwa weil sie ihre Körperlichkeit stört, sie sich darüber Gedanken machen penetrieren zu können oder selbst penetriert werden zu können, nein sie wünschen sich einfach nur “angenommen” zu werden, weil sie innerlich eine Ablehnung spüren, mit dem das Tabu behaftet ist.

  7. Simon Zobel sagt:

    “Brauchen wir wirklich ein wahres Geschlecht?” Mit dieser Frage beginnt Michel Foucault sein Vorwort zu den von ihm herausgegebenen Erinnerungen des französischen Hermaphroditen Herculine Barbin, und fährt fort: “Mit einer Beharrlichkeit, die an Starrsinn grenzt, haben die Gesellschaften des Abendlandes dies bejaht. Hartnäckig haben sie diese Frage nach dem “wahren Geschlecht” in einer Ordnung der Dinge ins Spiel gebracht …”
    Die lebendige Welt – ich sage bewußt nicht Natur – interagiert in komplexen, sich selbst regulierenden Systemen. In den individuellen Körpern sowohl als in den sozialen Körpern. Geschlecht oder besser Geschlechtlichkeit, Reproduktionsstrategien, Sexualität, Partnerschaftsformen und nicht zuletzt Liebe sind hier ein facettenreiches Phänomen.

    Während die systemische Sichtweise in Teilen der Wissenschaft durchaus angekommen ist, zeigen sich andere resistent. Der systemische Ansatz beinhaltet auch, dass man sich nicht auf den “Problemträger” konzentriert, sondern ein ganzes System in den Blick nimmt.

    Wissenschaft und Recht sind ja keine ewigen Wahrheiten, die in einem quasisakralen, luftleeren Raum bestehen. Sie unterliegen dem Zeitgeist mit einer Verzögerung von einer bis zu drei Generationen. Und gerade die Wissenschaft ist oft eher an Mythen gebunden denn an objektiver Reflektion. Die Sicht der Forschenden bestimmt Methodik und Resultat…
    Ich lasse mich ungern nach dem Paradigma eines/r anderen in irgendwelche Kataloge der Krankheiten (ICD) einordnen, beforschen oder erklären.

    Der Ethikrat möge sich einfach einmal in Berlin hinaus auf die Straßen begeben, beobachten und sich dann die Frage stellen, wieviel Ignoranz, Selbstschutz und Behäbigkeit sich eine Gesellschaft (nicht nur in Bezug auf geschlechtliche Vieldeutigkeit) erlauben kann?

    Wir kriegen die Rechnung überall.

  8. folke sagt:

    Wie ändert man eine Gesellschaft?

    Auch wenn es extreme Möglichkeiten gibt, die einfachste Möglichkeit ist Bildung.
    Noch einfacher geht es über die, die alles Neue wie ein Schwamm aufsaugen: die Kinder.
    Auch wenn es seine Zeit braucht, warum nicht eine Verpflichtung in die Lehrpläne mit aufnehmen? Nicht nur für den Bio-Leistungskurs sondern schon für den Gemeinschaftskundeunterricht der Grundschule oder noch besser:
    ein Programm schon im Kindergarten.
    Auch dort wird schon Gesellschaftslehre im Kleinen durchgeführt.

  9. Intersexuell klassifizierte Menschen sind Bürger dieses Staatsgebietes. Sie begehren keine Sonderrechte, sondern begehren die Rechte, die allen Menschen in diesem Staatsgebiet garantiert sind. Als Gruppe und als Individuen verlangen sie einen Mindestschutz , damit das selbstbestimmte Leben sicher stellt wird. Keinem Mitglied der Gruppe darf schwere körperliche oder seelischen Schäden zugeführt werden. Es muss sicher gestellt werden, dass die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen unterbunden wird. Auch die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung oder die Tötung der nicht geborenen intersexuellen Menschen muss garantiert werden. Es ist keine Gefahr für die Eltern, ein intersexuelles Kind zu bekommen. Die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe, von intersexuell nach Gruppe Mann /Frau darf nicht gewaltsam vollzogen werden.

    Die Gruppe der intersexuelle Menschen ist eine Minderheit, die nicht weiter unsichtbar und körperlich und psychisch zerstört werden darf.

    Es wird nichts nutzen, wenn hier wütende und verzweifelte Postings zu löschen, denn es sind viele Menschen auf dem Weg und werden die Wahrheit aufarbeiten. Ich bitte den Ehtikrat die Forderung nach der Aufarbeitung der Wahrheit über die den Irrweg, den die Bundesrepublik hier zugelassen hat, zu beenden.
    Denen, die kein Erbarmen mit Menschen haben, denen sei das Grundgesetz ans Herz gelegt:
    Artikel 1

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

    (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
    Artikel 2

    (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
    Artikel 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Vieles ist gesagt und geschrieben. In den Gesprächen, die ich führe, erfahre ich so viel Mitgefühl und Solidarität und ich möchte dies nicht verschweigen, auch Unverständnis, für das Prozedere, dass den Geschädigten hier zugemutet wird.

    Ich möchte mein Vertrauen ausdrücklich , das ich in den Ethikrat setzte.

    “Ich schreibe euch also nicht, weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und wisst, dass aus der Wahrheit keine Lüge hervorgehen kann.” 1. Johannes 2.21