Die Anhörung in Bildern

Bevor Morgen die ersten Videointerviews mit den Rednern der öffentlichen Anhörung zur Situation von Menschen mit Intersexualität eingestellt werden, gibt es hier noch einige Impressionen von der Anhörung.

Dr. Michael Wunder bei der Begrüßung zur öffentlichen Anhörung des Deutschen Ethikrates

 

Im Forum 1 sprachen zu den Themen medizinischen Behandlung, Indikation und Einwilligung unter anderem Diana Hartmann, Lucie Veith, Dr. Sonja Rothärmel und Prof. Dr. Paul-Martin Holterhus ( von links nach rechts).

 

Im Anschluss an die Statements der Redner stellten die Mitglieder des Deutschen Ethikrates, wie hier Prof. Dr. Jochen Taupitz, ihre Fragen.

 

Beim Forum 2 ging es um Lebensqualität, gesellschaftliche Situation und Perspektiven von Menschen mit Intersexualität. Es sprachen Dr. Angela Kolbe, Dr. Katinka Schweizer, Dr. Michael Groneberg, Daniela Truffer und Ins A Kromminga (von links nach rechts).

 

Auch das Publikum hatte nach den Sprecherstatements und der Befragung durch den Deutschen Ethikrat die Möglichkeit über Publikumsanwälte Fragen an Betroffene und Experten zu stellen.


Ab Morgen gibt es auf dem Online-Diskurs Intersexualität Videointerviews mit den Rednern der öffentlichen Anhörung. An jedem Werktag werden zwei Interviews veröffentlicht. Nächste Woche gibt es dann auch die ersten beiden Textbeiträge. Jeweils dienstags und donnerstags erscheinen bis zum Ende des Diskurses neue Artikel zu den verschiedenen Themengebieten, die Intersexualität betreffen und die zur öffentlichen Diskussion einladen.

Themenschwerpunkt: Allgemein

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Weitere Artikel: Die öffentliche Anhörung zum Nachhören, Jenseits von Mann und Frau – Anhörung des Deutschen Ethikrates zum Thema Intersexualität,

7 Kommentare zu Die Anhörung in Bildern

  1. Reno sagt:

    Hallo an alle Ethikratmitglieder. Auf diesem Planeten gibt es 3 Geschlechter, Frauen, Hermaphroditen und Männer. Eines von diesen Geschlechtern wird noch nicht anerkannt, welches ist wohl klar. Dies soll so schnell und unbürokratisch wie möglich geändert werden, weil wir keine Operationen und andere Behandlungen zur Vertuschung unserer Existenz mehr akzeptieren können. Wir fordern, dass ihr uns jetzt zuhört und wir brauchen Eure Hilfe, weil uns sonst keiner hört. Manch einer von uns lebt noch, macht es bitte möglich, dass wir endlich ebenso akzeptiert werden wie Männer und Frauen, ich bitte Euch darum.

  2. kwhal sagt:

    Wenn von Frauen und Männern die Rede ist dann bitte auch von Zwittern! Der Begriff Hermaphrodit fußt auf den mangelnden griechischen Sprach- und Kultur-Kentnissen von Ovid; Diana hat das in Rostock ja erklärt. Sonst stellen sich viele erstmal oben und unten gut bestückte pornographische Marmorstatuen vor. Mithin deklassiert das Reden vom Hermaphroditen die allermeisten von uns erneut zu Pseudohermaphroditen. Aus vergleichbaren Gründen finde ich den Begriff “zwischengeschlechtlich” zutreffender als den andernorts erwähnten Begriff “zweigeschlechtlich”, auch möchte ich nicht das Außenstehende erstmal einen Anflug von Neid kriegen. Intersex finde ich o.k. aber einige mögen das Wort nicht, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. Das Wort “Zwitter” kam schon in früheren juristischen Texten vor, es ist ein altdeutsches Wort, welches die zweite Lautverschiebung mitgemacht hat, und wie jeder weiß sofort was gemeint ist. Oder hat noch jemand Angst vor dem bösen Z-Wort?

    • Reno sagt:

      Herm… als Anrede ist okay. Zwi Huber/Müller/Schmitt ist doof. Inter… kommt wohl kaum in Frage. Zwitter sind zudem niedere Tierchen in der Biologie. Sollen die eingeschlechtlichen doch mal kurz einen Anflug von Neid bekommen, nach so viel Jahren der Diskriminierung und Tabuisierung stört mich das nicht im Geringsten. Pseudohermaphroditen gibt es keine, nur in der Medizin, wo wir als Pseudomenschen behandelt werden, deswegen haben wir bei den Ärzten ja auch keine Menschenrechte. Ich empfinde mich wirklich als Hermaphrodit, ich wollte es früher immer beweisen, weil ich genau das sein wollte. Ich kann es jetzt seit über 10 Jahren beweisen (AGS), trotzdem werde ich noch als Frau… angesprochen. Ja, ich wäre sehr stolz, wenn ich zu den Menschen sagen könnte, nein, richtig heißt es Herm… .

      • kwhal sagt:

        Herm geht nicht, weil es qua Elision öfters und qua Sandhi zwangsläufig mit Herr verwechselt wird. Dann möchte ich lieber hören: “Bürga N.N., Sie sind verhaftet!” Oder startrekmäßig alle mit ßör (Sir) anzureden.

        Wer sagt dir, welche Lebensform höher zu stehen habe? Neid finde ich nicht gut, und ich kann mich an die Jahrzehnte erinnern, bevor ich den Beweis meines is-Seins hatte, das war mies und mein Neid auf die “wohldiagnostizierte” Zwitter tat mir auch nicht gut in der Seele.

        Hast du dir eigentlich mal von Diana erklären lassen, worin die Fehlleistung Ovids besteht?

        • Reno sagt:

          qua Elision öfters und qua Sandhi darfst Du mir auch erläutern. Was ist die Fehlleistung Ovids?

  3. kwhal sagt:

    Elision heißt, dass du bei Herm das M am Ende verschluckst. Sandhi heißt das dass M am Ende von Herm mit dem folgenden Konsonanten auf eine Weise verschmilzt, dass du es nicht mehr getrennt wahrnimmst, z.B. sagst Herm Müller und es klingt wie Herr Müller.

  4. kwhal sagt:

    Eine “Herme” ist eine Säule mit Figur sozusagen. Es gab bei den Griechen Säulen mit Figur der Göttin Aphrodite und Säulen mit der Figur Aphroditos (eine Art Lustknabe). Ovid verstand das Wort “Herme” nicht und dachte sich darum den Plot mit der mythologsichen Verschmelzung mit dem Götternamen “Hermes” aus.

    Diana kann das besser und exakter erklären.